Von Caspar David Friedrich zu Olafur Eliasson - Führungen durch den Greifswalder Dom

Durch regelmäßige Führungen wollen wir auf die vielfältigen Verbindungen zwischen Caspar David Friedrich und dem Greifswalder Dom hinweisen – und wie sich Olafur Eliasson bei der Neugestaltung der Domfenster davon inspirieren ließ. Die halbstündigen Führungen finden jeden Dienstag und jeden Donnerstag um 12.30 Uhr statt - im Anschluss an die täglichen Mittagsandachten im Dom um 12 Uhr.

Die Teilnehmenden erfahren etwas über die Anregungen, die sich Gottlob Giese von Friedrich für die Umgestaltung des Domes im 19. Jh. holte, über Friedrichs Bruder Christian, der dabei die Tischlerarbeiten ausführte, über die Beziehungen des damaligen Pastors am Dom, Johann Christian Finelius, zu Caspar David und darüber, wie diese "romantische" Fassung des Doms in Olafur Eliasson Ostfenstern ihre Vollendung findet.

Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Caspar-David-Friedrich-Predigten im Dom

Gottesdienst am 2.6.2024 mit Bischöfin a.A. Margot Käßmann und Dompastorin Beate Kempf-Beyrich

Der Dresdner Superintendent Christian Behr wird am 1. September um 10 Uhr im Dom die 3. Caspar-David-Friedrich Predigt halten. Er wird über Friedrichs Gemälde „Friedhofseingang“ sprechen, einem Bild, das in der Dresdner Gemäldegalerie hängt und eine Verbindung zum heutigen Grab Caspar David Friedrichs in Dresden schlägt. Umrahmt wird der Gottesdienst vom Benschu-Saxophonquartett.

Mit der Predigtreihe wollen wir uns die tiefe Frömmigkeit Friedrichs und die Theologie seiner Zeit vergegenwärtigen und uns fragen, was sie uns heute bedeuten kann.

Die neuen Ostfenster sind eingeweiht!

Mit einem Festgottesdienst in Anwesenheit des Künstlers und der Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg Vorpommern Manuela Schwesig wurden am 7. 4. 2024  im Greifswalder Dom St. Nikolai die von Olafur Eliasson neu gestalteten neuen Ostfenster eingeweiht. Einen herzlichen Dank an alle, die dazu mit beigetragen und an alle, die das Projekt finanziell unterstützt haben. Einen Link zur Aufzeichnung der Feier finden Sie unten!

Das Fensterprojekt ist Teil der Feierlichkeiten der Hanse- und Universitätsstadt Greifswald zum 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich. Denn der Entwurf Ólafur Elíassons ist eine Hommage auf den großen Greifswalder Romantiker, der in St. Nikolai 1774 getauft wurde. Das Kunstwerk ist als Kirchenfenster einzigartig in Europa: In die Glasfensterfront ist ein Lichtspektrum in Anlehnung an Friedrichs Gemälde „Huttens Grab“ eingebaut – mit mundgeblasenen Scheiben in 65 Farbtönen, die in der Glaswerkstatt Hein Derix Kevelaer hergestellt wurden. Zwischen die Fensterfront und dem Binnenchor werden zahlreiche Effektspiegel eingebaut, die das bunte Licht aufs Gewölbe zurückspiegeln.

Näheres zu den neuen Fenstern und wie auch Sie sich eine der 3.383 roten, gelben oder blauen Einzelscheiben "zueignen" können, finden Sie auf unserer Spendenseite

Pressematerial finden Sie hier.

„Domani Mattina“ (Morgen früh) – Ein neues Zwinger-Gemälde im Dom

Das Gemälde ist im Auftrag der Dom-Gemeinde entstanden. Es lädt die Kapelle XI im Westen des Doms mit einem Lichtereignis auf, das sich reiner Malerei verdankt. Die Transparenz der Farbhaut setzt das Oberlicht in der Vertikale fort, so daß es den ganzen Raum durchfließt als ein Leuchten der Stille, als eine Verheißung auf das Größere, an das sich Glaube und Hoffnung wenden. Zugleich korrespondiert das große Bild mit dem kleinen in der Fensterlaibung des Seitenschiffs, hoch oben rechts von der Kapelle, einer Schenkung, die dem Auftrag vorausging. 

Thorsten Zwinger, in Greifswald geboren, schuf mit diesem Bild ein Hauptwerk seiner Auseinandersetzung mit dem Pommerschen Landschaftsraum. Den Topos des Nebels durchdringend, erhöht er ihn zu einer Topografie der Erwartung. Darin folgt er seinem geistigen Paten, dem Greifswalder Caspar David Friedrich, der zwischen Weltbild und Ich zuerst die Leere als Schicksalsfrage aufwarf. Der Maler Zwinger hat in nationalen und internationalen Kontexten ausgestellt. Ein repräsentatives Konvolut seiner Bilder befindet sich im Pommerschen Landesmuseum.

Einen ausführlichen Text zu dem Projekt von Michael Freitag finden Sie hier.

Sonntag | 14.07.2024 | 10:00

7.So.n.Trinitatis



Willkommen bei der Evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolai in Greifswald

Die mittelalterliche Backsteingotikkirche überragt mit ihrem fast 100 Meter hohen Turm die Hansestadt Greifswald. Von seiner Aussichtsgalerie aus hat man einen eindrucksvollen Blick über die Altstadt bis hin zur Insel Rügen.

Mit ihrer ca. 1.200 Menschen zählenden Gemeinde ist St. Nikolai eine typische Innenstadtgemeinde. Das Gemeindegebiet zieht sich wie ein Handtuch quer über das Stadtgebiet - zur einen Seite die Gemeinde St. Jacobi und zur anderen Seite die Gemeinde St. Marien. Die sonntäglichen Gottesdienste im Dom und die vielschichtigen kirchlichen Veranstaltungen ziehen neben der Gemeinde zahlreiche Gäste von außerhalb an.

St. Nikolai ist eine Kirche mit großer Vergangenheit, lebendiger Gegenwart und ein Ort aktueller Kirchenmusik.

Bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts begann man mit dem Kirchenbau und vergrößerte noch während der Bauzeit im 14. Jahrhundert die Hallenkirche zu einer Basilika. 1456 fand in der Kirche die Gründung der Greifswalder Universität statt, heute sind es Immatrikulationsfeiern, akademische Ehrungen und Universitätsgottesdienste.

In der Wendezeit war der Dom St. Nikolai ein Ort, wo Menschen Kraft und Hoffnung für die Umgestaltung der Gesellschaft schöpften.