21.05.2016 | Dom St. Nikolai Greifswald

Tag der Städtebauförderung

Hoch ins Dachgebälk: Die Greifswalder Altstadt-Kirchen laden zum Tag der Städtebauförderung am 21. Mai mit vielfältigem Programm

Mit Turmbesteigungen, Baustellenführungen, Konzerten, Orgelmusik und abwechslungsreichen Kinderprogrammen machen die vier Altstadtkirchen zum Tag der Städtebauförderung auf sich aufmerksam. Der Dom St. Nikolai, St. Marien, St. Jacobi und St. Joseph stehen am 21. Mai im Mittelpunkt der diesjährigen Aktion. „Die Altstadtkirchen sind Wahrzeichen der Stadtsilhouette“, hob Bausenator Jörg Hochheim hervor. „Sie sind nicht nur lebendige Kultur- und Kommunikationszentren und Anziehungspunkte für Touristen, sondern auch Akteure der Stadtentwicklung. Ihr Erhalt liegt Greifswald am Herzen. Seit 1990 flossen darum bereits rund 4,4 Millionen Euro Städtebaufördermittel in notwendige Sanierungen.“

Zahlreiche ehrenamtliche Akteure haben für diesen Tag fast 30 Programmpunkte organisiert. Eröffnet wird der Tag um 11 Uhr durch Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern im Dom St. Nikolai, der derzeit mit Hilfe von Städtebaufördermitteln saniert wird. Um 13 Uhr lädt der Architekt Burkhardt Eriksson zu einem Rundgang über die Dombaustelle ein, bei denen sich die Greifswalderinnen und Greifswalder über den Baufortschritt informieren können. Zeitgleich gibt es weitere Führungen durch den Dom sowie die Bibliothek des geistlichen Ministeriums. Wer schon immer mal wissen wollte, wie eine Kirchturmuhr funktioniert, erfährt dies um 13.30 Uhr.

Begleitet vom Blasorchester Gützkow geht es anschließend weiter zur katholischen Kirche St. Joseph. Um 14 Uhr kann man dort an einer Kirchenführung mit Blick in den Dachstuhl teilnehmen. In der Jacobikirche werden die Gäste ab 14:45 Uhr mit Orgelmusik zu Kaffee und Kuchen an einer langen Festtafel im Kirchenschiff empfangen. Auch hier kann man die Kirche und den Dachstuhl besichtigen. Das Jugendprojekt „zusammen wachsen“ stellt sich vor und lädt zu Aktionen für Kinder und Jugendliche ein, z.B. an der Graffiti-Wand oder zum Kirchenbau mit Kaplasteinen.
Ab 16 Uhr bietet die Marienkirche nicht nur Einblicke in ihre Räume und die Mehmel-Orgel, sondern auch Ausblicke aus dem Turm und spannende Informationen zu ihren Turmfalken. Zeitgleich können am „Falterstammtisch“ Vögel aus Papier gebastelt werden. Zum Abschluss erklingt um 17 Uhr romantische Orgelmusik im Kerzenschein.

Der Programmflyer ist unter www.greifswald.de abrufbar oder kann im Rathaus oder in der Greifswald-Information abgeholt werden.

Aktuell laufen umfassende Sanierungen am Dom St. Nikolai sowie an der Kirche St. Marien. Am Dom wird der Turm mit Hilfe von Städtebaufördermitteln saniert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro, davon knapp 1,5 Millionen Städtebaufördermittel. Die Marienkirche erhält Zuschüsse für die Sanierung der Fenster, des Putzes und der Statik über das Sonderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz Ost“. Die Gesamtkosten liegen hier bei rund 2,9 Millionen Euro, wovon 1,55 über Städtebaufördermittel finanziert werden. Die Jacobikirche konnte bereits mit Hilfe von rund 180.000 Euro ihren Turm sanieren, die Kirche St. Joseph mit 41.000 Euro Städtebaufördermittel ihr Dach. Auch die Umgestaltung der Plätze an der Jacobikirche und am Dom wurde durch Fördermittel unterstützt.

Zurück