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Karl Heinrich Theodor Woltersdorf

Bildnis des Archidiakons

Karl Heinrich Theodor Woltersdorf

geb. 22. Dez. 1834 - gest. 3. Okt. 1904

 

Ölbild auf Leinwand, ca. 1,14 x 0,81 m, 1891

 

Woltersdorf war Sohn eines Berliner Apothekers. Er besuchte zunächst das Gymnasium in Marienwerder, lernte dann aber 4 Jahre Maschinenbau und machte sein Abitur erst mit 22 Jahren 1856 in Merseburg. Danach studierte er Theologie in Halle, Tübingen und Jena. 1859 und 1861 legte er das erste, bzw. zweite theol. Examen in Königsberg ab. Nach dem Predigerseminar 1861/62 in Wittenberg wurde er im Oktober 1862 in Magdeburg ordiniert.

Im Jahre 1865 wurde er als Archidiakon (I. Pfarrstelle) an den Dom St. Nikolai berufen, Amtseinführung am 27. Mai 1866.

Woltersdorf galt als „markanter Vertreter der liberalen Theologie“ und beschäftigte sich darüberhinaus intensiv mit historischen Forschungen zu preußischem Staatsrecht und Kirchengeschichte. Er veröffentlichte verschiedene Schriften, u.a. 1888 „Die Rechtsverhältnisse der Greifswalder Pfarrkirchen im Mittelalter“.

Seine Berufung zum Stadtsuperintendenten wurde vom Berliner Oberkirchenrat 1890 wegen einer früheren Zugehörigkeit zum „Protestantischen Verein“ und „kirchlich liberaler Einstellung“ abgelehnt.

Woltersdorf hielt seine letzte Predigt am 05. Nov. 1899 im Dom und zog als Ruheständler nach Arnstadt in Thüringen.

 


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