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Johannes Stephani

Bildnis des Archidiakons

Magister Johannes Stephani

geb. 4. Dez. 1639 - gest. 23. Juni 1711

 

Ölgemälde auf Leinwand, 2,20 x 0,97 m, Anfang 18. Jahrhundert in zeitgenössischem Rahmen mit Akanthusdekor und unten angehängter Inschrifttafel, zu großen Teilen nicht mehr lesbar.

 

Johann Stephani, geb. 1639, stammte aus Horneburg bei Bremen und war nicht mit der bekannten Greifswalder Patrizier- und Gelehrtenfamilie Stephani verwandt. Er besuchte die Schule in Hamburg und Stade, studierte ab 1662 in Greifswald. Er heiratete eine Tochter des Joachim Rhau, Archidiakon von 1656 bis 1663.

Johann Stephani wurde 1665 Diakon, 1676 Archidiakon am Dom St. Nikolai, starb 1711 und wurde im Dom, vermutlich im südlichen. Seiteitenschiff beerdigt. Eine Grabplatte mit der Inschrift „Dieses Begräbnis gehört M. J. Stephani, u.s.E.“, mit der Jahreszahl 1703, befindet sich im Eingangsbereich vor der Bürgermeisterkapelle.

Im Jahre 1604 brachte Joachim Stephani das Ergebnis des Augsburger Religionsfriedens von 1555 auf die Formel von vier Worten „cuius regio, eius religio“ – „wessen die Herrschaft, dessen der Glaube“.

 

Übersetzung der lateinischen Inschrift (soweit noch zu entziffern):

 

„Johannes Stephani aus Hornburg, geboren am 4. Dezember 1639. Zum Diakon berufen 1665; in diesem Amt wirkte er elf Jahre lang segensreich. Von 1676 bis 1711 war er Archidiakon zu St. Nikolai [...]. Er verschied in Christo im Alter von 71 Jahren, nach 46 Dienstjahren.

Seine sehr traurige Witwe Maria Rhau, Tochter des Doktors und Archidiakons zu St. Nikolai Joachim Rhau, mit ihren fünf noch lebenden Töchtern Maria Elisabeth, Ehefrau des Pfarrers und Propstes von Barth Daniel Schönmann, Katharina Margarethe, Ehefrau des Predigers zu St. Jacobi Michael Lobessund, und die Jungfrauen Anna Sc...ia, Christina Dorothea [und?] Isabella Wig [?] setzt und weint aus Liebe und Verehrung.“

 


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