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Gottfried Pyl

Bildnis des Archidiakons

Magister Dr. Gottfried Pyl

geb. 22. Okt. 1690 - gest. 29. August 1748

 

Ölgemälde auf Leinwand, ca. 0,80 x 0,70 m, Mitte des 18. Jh.

 

Inschrift im Bild oben links:

„Gottfried Pyl,

Gebohren zu Greifswald 1690, October: 22

War Doctor der Philosophie und Adjunctus

des Greifswaldischen Ministerii, 1722,

Diacomus der Nikolaikirche 1723,

Archidiaconus und Vormittagsprediger

derselben Kirche 1725, starb 1748 an

d. 29. August, beweint von

allen guten welche den wahrenWerth

des verdienstvollen u. Aedlen kannten,

ein wohlwollender Lehrer der Religion

und redlicher Freund der

Menschen.“

 

Gottfried Pyl ist Sohn des Diakons und Theologieprofessors Theodor Pyl. Er besuchte die Ratsschule in Greifswald und wurde 1708 an der Universität eingeschrieben. Er studierte hier bis 1713, danach in Jena. 1715 kam er nach Greifswald zurück. Er war Theologe und Philosoph und verfaßte als „Adjunkt des Greifswaldischen Ministerii“ einen ersten Katalog der überwiegend aus mittelalterlichen Hand- und Druckschriften bestehenden „Bibliothek des Geistlichen Ministeriums“ die noch heute in Greifswald existiert. Weiterhin stammt von ihm ein erstes Verzeichnis der Grabsteine der Domkirche St. Nikolai. Nach dem Tode seines Vaters 1723 bekam er dessen Stelle als Diakon an St. Nikolai, im gleichen Jahr promovierte er in Rostock zum Magister. Im Jahre 1725 wurde er Archidiakon am Dom und blieb in diesem Amt 13 Jahre bis zu seinem Tode 1748.

 


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