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Bildnis des Kunsttischlers Paul Lucht
Ölgemälde auf Leinwand, auf eine Holzplatte aufgezogen, 0,40 x 0,28 m, von unbekanntem Maler, Mitte 17. Jahrhundert.
Auffällig ist der aufwendig geschnitzte zeitgenössische Rahmen mit Zahnschnittfries und Hermen. Hermen (oben eine menschliche Gestalt, unten ein rechteckiger Schaft) waren in der Wiederaufnahme eines antiken Motivs seit dem 16. Jahrhundert beliebt.
Paul Lucht war Tischler und Bildhauer sowie Altermann der Greifswalder Schützengilde.
Auf dem Epitaph ist nur noch der Name zu lesen. Im 19. Jh stand hier noch „Paulo Lucht, aetatis 51, 1653".
Die Jahreszahl 1653 bedeutet das Herstellungsjahr des Bildes. Damals war Paul Lucht 50 oder 51 Jahre alt ("aetatis 51" kann "im Alter von 51 Jahren" oder "im 51. Lebensjahr" bedeuten), er ist also 1602 oder 1603 geboren.
Lucht erwarb 1658 zwei Grabstellen mit den zugehörigen Grabplatten in der Jacobikirche, beide heute noch vorhanden.
Literatur: Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 301, 461, 658, 934.

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