Kapelle XV - Hofgerichtsempore oder Schwedenloge

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Kapelle XV: Gesamtansicht
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Königliche Initialen "F. R. S."
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Detail der Bogenmalerei
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Die im Mittelalter als „Hohe (d. h. über dem Portal befindliche) Kapelle“ bezeichnete Kapelle ließ der Präpositus (Propst) Dietrich Lange in der Mitte des 14. Jahrhunderts erbauen und stattete sie mit einer Stiftung zu Ehren der Jungfrau Maria, des Heiligen Lazarus und der Heiligen Elisabeth aus.
Später wurde hier die Hofgerichtsempore eingerichtet. Unter der Verwaltung des Hofgerichtsdirektors Caspar von Corswant wurde ein Kirchengestühl für die Mitglieder des „Königlich-Schwedisch-Pommerschen Hofgerichts“ gebaut, das bereits als 1642 als „fürstl. Pomm. Hofgericht“ von Wolgast nach Greifswald verlegt worden war. Die Empore konnte jedoch auch von anderen, nicht am Hofgericht beschäftigten Richtern der Stadt benutzt werden.
Die im Barockstil gefertigte Brustwehr der Empore zeigt in reich vergoldetem Akanthusschnitzwerk zwei goldene Löwen, die einen Wappenschild halten. Die verschlungenen Buchstaben F-R-S stehen für "Fridericus Rex Sveciae = Friedrich König Schwedens) und bilden ein Spiegelmonogramm mit der römischen Ziffer I in der Mitte. Als Friedrich Landgraf von Hessen-Kassel hatte er die spätere schwedische Königin Ulrika Eleonora geheiratet und wurde nach kurzer Regierungszeit seiner Gemahlin (1719-1720) an ihrer Stelle zum schwedischen König Friedrich I. (1720-1751) gewählt. Die Empore ist außen mit rotem Samt bespannt, der aber später weiß überstrichen wurde. Das Gestühl ist noch heute rot gepolstert, allerdings erneuerungsbedürftig.
An der Außenwand im zugesetzten Teil des ehemaligen Doppelportals wurde 1932 anläßlich seines 300. Todestages eine Gedenkplastik für den Schwedenkönig Gustav Adolph - gefertigt von Carl Berger - angebracht. Der Schwedenkönig war am 25. Juni 1630 mit seiner Flotte bei Penemünde gelandet und vertrieb die Kaiserlich-Wallensteinschen Truppen ein Jahr später aus Greifswald. 1632 ist der als „Schirmherr des Lutherischen Glaubens“ gefeierte Schwedenkönig bei Lützen gefallen. Vorpommern blieb vom Ende des 30jährigen Krieges bis 1815 schwedische Provinz.
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