Gründung von Kollegiatstift und Universität – Vollendung des Kirchenbaues

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Die Rubenowtafel von 1460
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Im Zusammenhang mit den vom Greifswalder Patrizier und Bürgermeister Heinrich Rubenow verfolgten Plänen zur Errichtung einer Universität konnten um 1456/57 die Absichten des Klerus von St. Nikolai, ein Kollegiatstift zu errichten, endlich verwirklicht werden. Die mit der Stiftung verbundenen Pfründen dienten zur Besoldung der zu berufenden Professoren, womit deutlich wurde, wie eng einerseits die Institutionen Universität und Stift miteinander verbunden waren, andererseits Teile des städtischen Patriziates deren Gründung beförderten. Gleichzeitig gingen die Patronatsrechte über die Greifswalder Kirchen vom Kloster Eldena auf die Universität über. 
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Die Bürgermeisterkapelle mit Kamin
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Die Erhebung zur Kollegiatskirche hatte erneut zahlreiche Baumaßnahmen zur Folge. Neben der nach 1457 erfolgten Einrichtung der „Bürgermeisterkapelle“ wird gleichzeitig das durch runde Ecktürme begrenzte vierte Turmgeschoss mit den auf der Nord- und Südseite über rundbogigen Blendenfolgen markanten Zinnenbekrönungen aufgeführt. Nach einem Planwechsel erfolgte um 1480/1500 der Weiterbau des Turmes mit dem erhaltenen doppelgeschossigen Oktogon. Die vollständige Aufblendung dieses Baukörpers, die dort und für die gleichzeitige Anlage des großen Westportals im Turmuntergeschoss und des Doppelportals auf der Kirchensüdseite auffällig reiche Verwendung von überformatigen glasierten Steinen steht dabei im deutlichen Kontrast zur übrigen schlichten Architektur der Kirche.
Mit Aufsetzung der Spitze zu Anfang des 16. Jhs. erreichte der Turm eine Höhe von nahezu 120 Metern, verlor diese aber bereits 1515 durch einen verheerenden Sturm. Die nachfolgenden Wiederaufbauarbeiten sind am Turm durch das gelbe Backsteinmaterial deutlich zu sehen.
André Lutze
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